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Was ein kleines Lego-Haus über unsere Firma verrät

Juni 24, 2026 | Marketing, Unternehmertum

Beim Aufräumen im Büro ist Felix ein kleines, buntes Lego-Gebäude in die Hände gefallen. Sein erster Gedanke: „Was soll das denn sein?“ Die Antwort: Das ist unsere Firma.

Was zunächst nach Spielerei klingt, ist tatsächlich eine ernst gemeinte Visualisierung unserer Unternehmensvision. Entstanden ist sie in einem Leadership-Seminar bei Brigitte Dyck – mit einem Beutel Legosteine, 20 Minuten Zeit und der Aufgabe, daraus das eigene Unternehmen zu bauen. Was dabei herausgekommen ist und warum jedes Detail an diesem kleinen Modell eine Bedeutung hat, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wenn ein Beutel Legosteine zur Vision wird

Die Aufgabe im Seminar war so einfach wie ungewöhnlich: Bauen Sie aus den Steinen, die Sie bekommen, Ihr Unternehmen. Und erklären Sie anschließend, warum Sie es so gebaut haben.

Kein fertiger Plan, kein vorgegebenes Konzept. „Das war irgendwie learning by doing“, erinnert sich Birgit Hermes. „Ich habe eine Mauer gebaut und gedacht: Nee, also so ein ganz geschlossenes Haus will ich jetzt überhaupt nicht haben, das soll offen sein.“

Genau dieses iterative Herantasten ist es, was die Übung so wertvoll macht. Statt am Reißbrett zu planen, entsteht die Vision Stück für Stück – und am Ende steht ein Modell, das mehr über das Unternehmen aussagt, als viele Strategiepapiere es je könnten.

Löcher in der Mauer? Absicht.

Das erste, was an dem Modell auffällt: Die Außenmauern haben Lücken. Es fehlen bewusst Steine.

„Die Steine fehlen, weil ich gerne wollte, dass das Unternehmen transparent wirkt“, erklärt Birgit. „Und zwar so wie nach innen als auch nach außen.“

Konkret heißt das: Jede Tätigkeit soll nachvollziehbar sein. Jeder Mitarbeiter soll wissen, was er zu tun hat – und Aufgaben übernehmen können, wenn es nötig ist. Auch Kunden und Lieferanten sollen hineinschauen können. Nichts Verborgenes, nichts Komisches. Diese Offenheit ist kein Lippenbekenntnis, sondern wurde direkt ins Fundament gebaut.

Der Chef sitzt nicht drin – sondern obendrauf

Auf dem Dach des kleinen Gebäudes sitzt ein Lego-Männchen auf einem selbstgebauten Stühlchen. Das ist die Chefin. Aber warum sitzt sie außen?

„Es ist wichtig, dass man nicht nur im Unternehmen arbeitet, sondern am Unternehmen arbeitet“, so Birgit. „Und dazu braucht man natürlich einen Weitblick und kann nicht nur im Unternehmen sitzen und gucken, was da los ist.“

Die Position auf dem Dach – Felix nennt es treffend „den Ausguck“ – steht für genau diese Haltung. Nicht im Tagesgeschäft gefangen sein, sondern den Blick offen halten für das, was in der Branche passiert, in der Druckwelt, in der Welt überhaupt.

Ein Propeller für die Nachhaltigkeit

Ein weiteres Detail am Modell: ein kleiner Propeller. Er steht für Nachhaltigkeit – angetrieben durch Luft, wie ein Windrad.

Das ist kein symbolisches Beiwerk. Hinter dem Propeller stehen konkrete Maßnahmen:

  • Solaranlage auf dem Dach
  • E-Autos im Fuhrpark
  • Job-Bikes
  • Teilnahme am Ökoprofit-Programm
  • FSC®-zertifiziert

„Wir stehen halt sehr dafür, dass wir nachhaltig arbeiten „, betont Birgit. Der Propeller macht diese Haltung sichtbar – im wörtlichen Sinne.

Zwei Fahnen für die Sichtbarkeit

Oben auf dem Gebäude wehen zwei Fahnen. Ihre Aufgabe: gesehen werden.

Sichtbar sein für Kunden, für Lieferanten, für Kollegen. Offen sein für Zusammenarbeit. Und nicht nur lokal auftauchen, „nicht nur auf Haushöfen“, sondern darüber hinaus – auch in den sozialen Medien.

Die Fahnen sind damit ein Symbol für eine bewusste Entscheidung: Wir verstecken uns nicht. Wir zeigen, was wir tun.

Ein Blümchen für die Liebe zum Design

Zwischen den Steinen sitzt ein kleines Blümchen. Es steht für eine Sache, die in einer Druckerei naheliegt, aber selten so klar benannt wird: die Liebe zum Design.

„Wir wollen unser Dorf schöner machen“, sagt Birgit. Felix nennt es ein „Dauerprojekt“. Dahinter steckt der Anspruch, dass alles, was das Haus verlässt – Broschüren, Drucksachen, Marketingmedien – nicht nur funktional ist, sondern besonders aussieht. Und dass Kunden bei genau diesem Anspruch unterstützt werden.

Bunte Steine sind kein Zufall

Wer das Modell sieht, dem fällt sofort auf: Es ist sehr bunt. Auch das hat einen Grund.

„Die Druckwelt ist bunt und die Marketingwelt ist bunt“, erklärt Sandra. „Wir setzen im Digitaldruck aus 4 Farben alle Farben zusammen.“

Dass im Beutel viele bunte Steine waren, war Zufall – dass sie perfekt zur Firma passen, nicht.

Das Auge auf dem Kopf

Ein Detail hätte Felix fast übersehen: Auf dem Kopf der kleinen Lego-Figur sitzt ein Auge. 

„Das ist wegen des Weitblicks“, erklärt Birgit. „Das ist dieser Rundumblick. Deswegen ist das Auge auf dem Kopf und kann sich so wie so eine Glühbirne halt immer umherdrehen und kann alle Blickwinkel berücksichtigen.“

Ein passendes Bild für eine Führungshaltung, die nicht nur nach vorne schaut, sondern in alle Richtungen.

Warum diese Übung mehr bringt als ein Strategie-Workshop

20 Minuten. Ein Beutel Steine. Eine Aufgabe. Was zunächst nach Spielerei aussieht, hat einen handfesten Effekt: Man bekommt Ideen, man visualisiert sich selbst und das eigene Unternehmen auf eine Weise, die mit reinen Worten nicht funktioniert.

„Ich kann nur jedem empfehlen, das einfach mal zu machen“, sagt Birgit Hermes. „Denn man kriegt schon Ideen und visualisiert sich selber auch.“

Probieren Sie es aus: Wie würde Ihre Firma aussehen, wenn Sie sie aus Lego bauen müssten? Wo würden Sie sich selbst positionieren – mittendrin oder lieber auf dem Dach? Welche Elemente wären unverzichtbar?

Die Antworten verraten oft mehr über die eigene Vision, als einem im ersten Moment lieb ist. Und genau das ist der Punkt.

 

Schicken Sie uns ein Foto ihrer Vision per Mail an info@ddh-hilden.de.

 

Wir sind gespannt, was Sie bauen.

Zum Podcast PRINTSPIRATION:

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