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Deadline im Nacken: Wie Sie zwischen Digitaldruck und Offsetdruck die richtige Wahl treffen

Nov. 26, 2025 | Digitaldruck, Papier

Es ist 17:10 Uhr am Dienstag. Ihre Produktbroschüren sollen übermorgen beim Vertrieb liegen – am liebsten 800 Stück, sauber gebunden und in Hausfarben perfekt getroffen. Die Frage, die jetzt über Timing, Budget und Nerven entscheidet: Digitaldruck oder Offsetdruck?

Der Unterschied in einem Bild 

Stellen Sie sich zwei Wege vor:

  • Digitaldruck ist der Sprint: schnell startklar, flexibel, ideal für kleine Auflagen und alles, was personalisiert werden soll.
  • Offsetdruck ist der Marathon: braucht Anlauf, läuft dann aber unschlagbar effizient – besonders bei großen Auflagen und höchster Farbkonstanz.

Woran Sie Ihre Entscheidung festmachen

1) Auflage (Menge) 

– Kleine Auflagen: Digitaldruck punktet. Der erste Bogen ist praktisch sofort verwendbar, Einrichtezeiten sind minimal. 

– Große Auflagen: Offsetdruck gewinnt. Zwar entstehen Rüstzeiten (Druckplatten, Farbaufbau, Andruck), doch die Maschine läuft danach erheblich schneller und rechnet sich.

2) Personalisierung 

– Jeder Name, jede Anrede, jeder QR- oder Rabattcode anders? Das ist das Revier des Digitaldrucks. Offsetdruck arbeitet mit Druckplatten – bei individuellen Daten wäre das nicht nur teuer, sondern praktisch unmöglich. 

– Praxisbeispiel: Motiv in Farbe im Offset vordrucken, später Codes oder persönliche Anreden in Schwarz im Digitaldruck eindrucken. So kombinieren Sie Wirtschaftlichkeit und Individualisierung.

3) Lieferzeit 

– Eilig? Digitaldruck ist im Vorteil: keine Platten, kein langes Einrichten, keine Trocknungszeiten. 

– Geplante Serien? Offsetdruck verlangt Maschinenplanung und Trocknungszeiten, liefert dafür bei Großauflagen extrem wirtschaftlich.

4) Format und Nutzen pro Bogen 

– Wichtig ist nicht nur die Stückzahl, sondern wie viele Exemplare auf einen Druckbogen passen (z. B. 21 Visitenkarten auf DIN A3 im Digitaldruck, noch mehr auf größeren Offsetbogen). Das kann dazu führen, dass schon ab ca. 500–1.000 Exemplaren ein Gegencheck lohnt – je nach Produkt (Flyer, Broschüren, Visitenkarten).

5) Qualität und Farbkonstanz – Offsetdruck ist König bei gleichbleibender Farbstabilität über sehr hohe Auflagen. 

– Digitaldruck ist heute sehr nah dran und in vielen Anwendungen absolut ausreichend – vor allem, wenn Geschwindigkeit und Variabilität zählen.

Konkrete Daumenregeln 

– Kleine Auflage, enge Deadline, personalisierte Drucksachen: Digitaldruck. 

– Große Auflage, höchste Farbkonstanz, planbare Termine: Offsetdruck. 

– Mischstrategie: Sofortbedarf digital abdecken, Hauptauflage im Offset nachproduzieren.

Ein Fall aus der Praxis 

Ein Telekommunikationsanbieter musste eine Million Mailings mit individuellen Rabattcodes verschicken. 

Lösung: Das vierfarbige Motiv wurde im Offset vorgedruckt, die individuellen Codes anschließend im Digitaldruck eindruckt. 

Ergebnis: perfekte Optik bei optimalen Kosten – und jedes Mailing war einzigartig.

Was Ihr Druckpartner für Sie tun sollte 

– Transparent kalkulieren (Digitaldruck vs. Offsetdruck gegenrechnen) 

– Realistische Lieferzeiten nennen (inkl. Trocknung und Maschinenplanung) 

– Hybridlösungen vorschlagen (Vordruck + Personalisierung) 

– Auflagen und Nutzen pro Bogen berücksichtigen

Fazit 

Wenn Zeit drängt oder Personalisierung im Spiel ist, führt am Digitaldruck kaum ein Weg vorbei. Wenn Sie zehntausende Exemplare mit maximaler Farbkonstanz benötigen, spielt der Offsetdruck seine Stärken aus. Die beste Entscheidung entsteht oft im Dialog – und nicht selten in einer klug kombinierten Hybridlösung.

 

 

Wenn Sie Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

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